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Wenn Kartoffeln nicht aus dem Supermarkt kommen: KITA und Kleingärtner pflanzen gemeinsam an

Wenn Kartoffeln nicht aus dem Supermarkt kommen: KITA und Kleingärtner pflanzen gemeinsam an

Es sind oft die kleinen Zufälle, die die größten Geschichten schreiben. Eines Tages kam der
Kleingartenverein “Goldene Höhe” mit der Leitung der benachbarten SOS-Kinderdorf-KITA ins
Gespräch. Schnell wurde klar: Hier trennen nur ein paar Meter Grünstreifen und eine
vierspurige Straße zwei Welten, die eigentlich zusammengehören. Die einen haben das
grüne Wissen, die anderen haben die neugierigsten Fragen.

Daraus entstand eine wunderbare Idee: Wir nehmen die Kinder mit in den Garten. Nicht als
einmaligen Ausflug, sondern als echte Begegnung. Regelmäßig führen wir inzwischen
Kindergruppen durch unsere Parzellen, zeigen ihnen, wo der Salat seinen Kopf hinsteckt, was
Maulwürfel sind und warum Regenwürmer als die besten Freunde des Gärtners gelten.
Das Aha-Erlebnis für die Kleinen: Kartoffeln wachsen nicht im Supermarktregal, und eine
Möhre zieht man nicht aus der Tüte, sondern aus der Erde.

Doch bei Führungen allein solle es nicht bleiben. Ein besonders umtriebiger Gartenfreund
hatte eine geniale Eingebung: „Was, wenn wir den Kindern ihre ganz eigenen Beete geben?
Etwas, das sie von Null an selbst erschaffen?“ Die Idee der Hochbeete war geboren – doch
woher das Material nehmen?

Hier kam der zweite glückliche Zufall ins Spiel. Bei einem lockeren Gespräch mit Frau
Schilling von SELGROS ergab sich die Frage nach Spenden für ein solches Vorhaben. Die
Antwort von SELGROS ließ uns staunen: Man stellte uns großzügig Palettenrahmen zur
Verfügung – robust, wetterfest und wie gemacht für den Einsatz als Hochbeet-Grundgerüst.
Der große Aktionstag war ein voller Erfolg. Mit Schaufeln, Erde und jeder Menge Vorfreude
trafen sich drei starke Partner auf der Fallobst-Wiese:

Die KITA-Gruppe der SOS-Kinderdorf-Einrichtung mit zwei engagierten Erziehern, die die
Kinder mit Fahnen und Gießkannen anfeuerten. Frau Schilling von SELGROS, die nicht nur das Material, sondern auch ihre Arbeitskraft und gute Laune mitbrachte. Und ich als Stellvertretender Vorsitzender des Kleingartenvereins, der das Projekt federführend für den Vorstand begleitete.

Gemeinsam wurde geschraubt, gehämmert und befüllt. Die Kinder verteilten die Erde mit
bloßen Händen, sortierten die Pflänzchen und steckten kleine Namensschilder in die frisch
angelegten Beete. Das Lachen und der Stolz in den Gesichtern waren unbeschreiblich – und
der Schlamm auf den Gummistiefeln der schönste Beweis für einen gelungenen Vormittag.

Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Generationen und Institutionen an einem Strang
ziehen. Die KITA bekommt einen festen Ankerpunkt in der Natur, der Verein lebt seinen
Bildungsauftrag und die Kinder lernen spielerisch, wo unser Essen wirklich herkommt.

Besonders stolz sind wir auf die tolle Spende von SELGROS – ohne solche Unterstützer aus
der Wirtschaft wären solche Vorhaben in der heutigen Zeit kaum stemmbar. Ein herzliches Dankeschön geht daher an Frau Schilling, die Erzieherinnen und Erzieher, aber vor allem an die kleinen Gärtner, die mit so viel Begeisterung dabei waren.

Die Hochbeete sind nun eingerichtet. In den nächsten Wochen werden die Kinder regelmäßig
vorbeikommen, um zu gießen, Unkraut zu zupfen – und hoffentlich bald ihre erste selbst
gezogene Möhre zu ernten. Und die schmeckt dann garantiert besser als jede vom
Discounter.

Wer hat Lust mitzumachen?

Wer fühlt sich berufen, diese Kinder zu betreuen und den guten Draht zum SOS-Kinderdorf aufrecht zu erhalten? Diese sehr dankbare Aufgabe für Kinder-affine und rüstige Garten-Omas oder -Opas erfordert natürlich etwas mehr als die fünf Stunden im Standard-Arbeitseinsatz.

Sprecht uns gern im Vorstand an oder sendet eine E-Mail an info@kgv-goldene-hoehe.de, wenn ihr eure Pflichtarbeitsstunden darüber ableisten möchtet.