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	<title>Chronik Archive - Kleingartenverein &quot;Goldene Höhe e.V.&quot;</title>
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	<description>Euer Schrebergarten im Norden Leipzigs</description>
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	<title>Chronik Archive - Kleingartenverein &quot;Goldene Höhe e.V.&quot;</title>
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	<item>
		<title>„Dem Waffengang der Brüder an der Front würdig“.¹ Der Kleingartenverein „Goldene Höhe“ e.V. im Nationalsozialismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tilman Pfuch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 16:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[chronik]]></category>
		<category><![CDATA[gartenverein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Tilman gibt Einblick in den Einfluss der politischen Verhältnisse auf die alltägliche Vereinsarbeit unseres Gartenvereins in 1940.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schon früh wurden die Gartenvereine in das nationalsozialistische System eingegliedert (vgl. Beitrag <a href="https://kgv-goldene-hoehe.de/zwang-und-mitwirkung-das-jahr-1933-im-kleingartenverein-goldene-hoehe.html">Zwang und Mitwirkung. Das Jahr 1933 im Kleingartenverein „Goldene Höhe“</a>). Um einen Einblick in den Einfluss der politischen Verhältnisse auf die alltägliche Vereinsarbeit zu erhalten, lohnt die Einsicht in die erhaltenen Unterlagen unseres Gartenvereins, die besonders die Kommunikation des Vorstands mit der Leipziger Kreisgruppe widerspiegeln. Der folgende Beitrag konzentriert sich dabei auf das Frühjahr 1940.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitteilungen der Leipziger Kreisgruppe beschäftigten sich Anfang Januar mit der Anzahl der Maulbeerbäume in den Vereinen.² Diese Bäume dienten der Zucht von Seidenraupen, mittels derer Fallschirmseide hergestellt werden sollte. Auf diese Weise sollte das Deutsche Reich unabhängig von Seidenimporten werden. Entsprechend der Aufforderung, die Anzahl der Pflanzen umgehend zu melden, berichtete der der Vorstand der „Goldenen Höhe“ am 14. Januar an die Kreisgruppe: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„[I]n unserer Anlage sind 250 2-jährige Maulbeerbüsche eingepflanzt, die Vereinseigentum sind“.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Januar informierte die Kreisgruppe über einen für gartentechnische Mitglieder (Fachberaterinnen, Gartenwarte und Preisrichterinnen) verpflichtenden Vortrag zum Thema Saat- und Pflanzguteinsparung. Anfang Februar erfolgte eine Umfrage darüber, welche Düngemittel die Vereine für das Jahr 1940 bezogen hatten. Laut den handschriftlichen Notizen auf diesem Blatt hatte die „Goldene Höhe“ unter anderem rund eine Tonne Thomasmehl, eine halbe Tonne Kali, eineinhalb Tonnen Düngekalk, 140kg Kalimagnesia, 20kg Nitrophoska und 40 Ballen Torfmull bezogen. </p>



<div class="wp-block-uagb-image aligncenter uagb-block-df278995 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-center"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img decoding="async" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2025/05/1000019002-987x1024.jpg" alt="" class="uag-image-2653" width="259" height="149" title="1000019002" loading="lazy" role="img" /></figure></div>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em><sup>Liste der Düngemittel 1940</sup></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte Februar wiederum verlangte die Kreisgruppe Bericht darüber, „in welchem Umfange die Kleintierhaltung seit Kriegsbeginn zugenommen hat.“ Zugleich erhielten die Vereine eine „Aufstellung der erforderlichen Arbeiten und eine Landes-Sortenliste sowie eine Aufstellung der Heil- und Gewürzkräuter zur genauen Beachtung.“ Die Antworten unseres Vereins auf beide Anfragen sind leider nicht in unseren Unterlagen erhalten geblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Gartenverein selbst beteiligte sich an Initiativen, die durch die politische Lage motiviert waren. Mitte März lud der Vorstand die Kreisgruppe zum Familienabend am 30. März ein. Neben dem Auftritt des Männerchores der „Goldenen Höhe“ warb der Verein insbesondere mit einem „zeitgemä[ß]en Vortrag von Pg. Dr. Schmitz über ‚Das Verhältnis Englands zu Deutschland während der letzten 300 Jahre‘ […].“ Ähnliche Veranstaltungen in diesem Zeitraum, die etwa vom Kreisverband durchgeführt wurden, zeigen, dass die Kleingartenarbeit der propagandistischen Unterstützung des Krieges gegen die Alliierten diente. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben solchen unübersehbaren Bezügen auf den Krieg finden sich in den Akten unseres Gartenvereins aber auch ganz banale Aufzeichnungen. So bat der Verein in seinem Schreiben an die Kreisgruppe vom 14. Januar um Teilnahme an der Jahreshauptversammlung. Die Einladung für die am 11. Februar geplante Veranstaltung spiegelt ein wenig Enttäuschung über die bisher mangelnde Präsenz des Kreisverbandes wieder: „Wir würden erfreut sein, wenn unsere Einladung auch einmal auf fruchtbaren Boden fallen würde, um unseren Mitgliedern zu zeigen, dass unsere Kreisgruppe wirklich auch existiert.“³ Mit ihrer Bitte hatten die Verantwortlichen aus der „Goldenen Höhe“ Erfolg, gaben sie doch am 19. Februar ihrer „Freude Ausdruck, dass unser Kreisgruppenführer, Kamerad Pröckl, unserer Einladung zur Hauptversammlung am 11.2.40 entsprochen hat [&#8230;].“ Dem Bemühen, die Vereinsaktivitäten betont alltäglich weiterzuführen, entsprach die Weiterführung etablierter Traditionen: Am 14. Februar wurden die Ergebnisse des Kleingartenwettbewerbs 1939 mitgeteilt. Über die Auszeichnung als besten Garten in der „Goldenen Höhe“ konnte sich der Vorsitzende, Willy Siedentopf (Garten 107) freuen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich fallen noch Notizen zu den Umwelteinflüssen auf den Gartenverein ins Auge. So berichtete der Verein am 21. März 1940 an die Kreisgruppe, dass die Rietzschke im Frühjahr 1940 „fast ein Drittel der Gartenanlage“ mehrfach überflutet habe und sendete Schadensanzeigen, um Versicherungssummen einzufordern. Beispielsweise umfasste die Schadensmeldung für den Garten 119c: Schaden an Bäumen noch nicht festgestellt; Schäden an der Laube; Verlust einiger Hühner; Verlust einiges Mutterbodens; Verlust von einem Zentner Zement. Diesen Anzeigen widmete sich die Kreisgruppe in ihrer Antwort vom 12. April 1940 kritisch: „Gans (sic!) besonders fällt auf, dass die angesetzten Schäden für ‚Mutterboden‘ viel zu hoch sind. Ich bitte, insoweit die Bestimmungen über den Unwetterstock in den Landesbundsatzungen nachzulesen.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unübersehbaren Zeichen des Krieges und die Banalitäten der täglichen kleingärtnerischen Tätigkeit rücken in den erhalten gebliebenen Aufzeichnungen eng zusammen und zeigen nicht nur, wie stark die „Goldene Höhe“ den politischen Umständen ausgesetzt war, sondern auch, wie die Vereinsangehörigen selber ihre Gartenarbeit bereitwillig mit den Anliegen des NS-Staates vermischten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>1) Zitat Hans Kaiser, aus: Was der Reichsbund sagt. Nachrichtendienst der Fachberatung des Reichsbundes deutscher Kleingärtner e.V., Januar 1940, Nr. 4. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>2) 9.1.1940, Kreisgruppe Leipzig der Kleingärtner e.V., Rundschreiben 1: „Maulbeerpflanzen: Eine große Anzahl Vereine haben noch nicht die mit Rundschreiben vom 18.12.39 angeforderten Meldungen abgegeben. Es hat dies u m g e h e n d zu geschehen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>3) Brief des Gartenvereins vom 14.1.1940</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwang und Mitwirkung. Das Jahr 1933 im Kleingartenverein „Goldene Höhe“</title>
		<link>https://kgv-goldene-hoehe.de/zwang-und-mitwirkung-das-jahr-1933-im-kleingartenverein-goldene-hoehe.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tilman Pfuch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 10:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[1933]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichschaltung]]></category>
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		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schreber]]></category>
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					<description><![CDATA[Die politische Situation hat die Geschichte unseres Vereins den größten Teil des 20. Jahrhunderts bestimmt. Die Frage danach, wer Mitglied oder Vorstand sein durfte, wie viel Saatgut verwendet werden sollte und selbst, wie eine Parzelle zu gliedern sei, wurde oft bis ins Kleinste durch übergreifende Anordnungen geregelt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die politische Situation hat die Geschichte unseres Vereins den größten Teil des 20. Jahrhunderts bestimmt. Die Frage danach, wer Mitglied oder Vorstand sein durfte, wie viel Saatgut verwendet werden sollte und selbst, wie eine Parzelle zu gliedern sei, war nicht etwa frei durch den Verein oder seine Mitglieder zu entscheiden, sondern wurde oft bis ins Kleinste durch übergreifende Anordnungen geregelt. Ein Zeugnis von diesen tiefen Eingriffen in die Vereinsarbeit und –strukturen bieten erhalten gebliebene Akten der Kommunikation zwischen Kreisverband und Gartenverein.* Sie verdeutlichen aber auch das Mitwirken der Mitglieder selbst an der politischen Ausrichtung des Gartenvereins. Im Folgenden sollen dabei die Vorgänge der ersten Jahreshälfte 1933 besondere Beachtung finden. Zum Überblick und zur Einordnung zunächst ein Auszug aus unserer Vereinschronik (Kapitel: „Die Jahre der Gleichschaltung“)**:</p>



<div class="wp-block-uagb-blockquote uagb-block-44c9211b uagb-blockquote__skin-border uagb-blockquote__stack-img-none"><blockquote class="uagb-blockquote"><div class="uagb-blockquote__content">Das Jahr 1933 begann am 7. Januar mit der Weihnachtsfeier, am 25. Februar fand die Jahreshauptversammlung im Vereinshaus statt. Die Kleingärtner freuten sich auf das Schaffen und Erholen im Freien, auf gemeinsames Feiern im Verein. Der Machtantritt der Nazis wurde nicht von jedem in seiner ganzen Tragweite sofort erfaßt. Das sollte sich aber schon bald ändern, denn Ziel der neuen Regierung war es, alles der „nationalen Bewegung“ unterzuordnen. Dazu diente der „Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands“, der in Landesgruppen untergliedert war. Bereits im Mai ist im Mitteilungsblatt der Landesgruppe Sachsen der Kleingärtner e.V. zu lesen, daß die Leitung des Kreisverbandes Leipzig „gleichgeschaltet“ worden ist. Daraus folgte als Konsequenz eine „Anordnung für die Gruppen und Vereine“, nachdem diese gleichzuschalten waren.<br><br>Das beinhaltete: „Der geschäftsführende Vorstand, also der 1. und 2. Vorsitzende, Schriftführer und Schatzmeister sollen der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei angehören. Bis zum 15. Mai ist dem Verband darüber Meldung zu erstatten.“(Mitteilungsblatt Nr. 5, VII.Jhg., Mai 1933) Demokratische Wahlen zu den Vorständen gab es nicht mehr.<br><br>Sehr bald meldeten sich die Verfechter der neuen Bewegung auch in den Zeitschriften der Kleingärtner und verteidigten die neue Linie. So heißt es in „Garten und Kind“ Nr. 8, 1933:<br><br>„Die Schreber- und Gartenbewegung hat sich immer als Bewegung des deutschen Volkes gekennzeichnet. Sie würde jetzt außerhalb des Volkes stehen und hätte jedwede Lebensberechtigung verloren wollte sie nicht mithelfen am großen und schweren Werke des Wiederaufbaues eines freien deutschen Volkes und Vaterlandes. … Wer redet da von Verletzung der politischen Neutralität, die einstmals dem Schreberverbande satzungsgemäß vorgeschrieben war?“<br><br>Damit wird deutlich: Die in den Satzungen der Vereine verankerte Pflicht der Mitglieder, „sich jeder parteipolitischen Betätigung innerhalb des Vereins zu enthalten“, wurde administrativ aufgehoben.<br><br>Bereits im Dezember 1933 wurde die Schreberjugend &#8211; darunter fielen die Vereinigungen der über 14 Jahre alten schulentlassenen Jugendlichen &#8211; aufgelöst und auf Anordnung der Landesgruppenführer auf die Hitlerjugend orientiert, die jüngeren sollten sich dem Jungvolk anschließen. Ein halbes Jahr später gehörten bereits 323 Leipziger Schrebermädel dem „Bund deutscher Mädel“ und 427 Schreberjungen dem „Jungvolk“ an.</div><footer><div class="uagb-blockquote__author-wrap uagb-blockquote__author-at-left"><cite class="uagb-blockquote__author">Eleonore Hennig, Chronik 100 Jahre Kleingärtnerverein &#8222;Goldene Höhe&#8220; e.V., 1898-1998, hrsg. vom KGV Goldene Höhe e.V., Leipzig 1997, 31. </cite></div></footer></blockquote></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser – durchaus zurückhaltende – Bericht unserer Chronik lässt sich durch einen Blick in die Akten noch weiter vertiefen. Die Auswirkungen der nationalsozialistischen Politik für die Gartenvereine wurden bereits sehr früh unübersehbar. In einer vertraulichen Mitteilung des Kreisverbandes an die Vorstände der Vereine wurde schon am 28. März mitgeteilt, dass „irgendwie geartete Maßnahmen, die gegen die Reichsregierung ausgelegt werden können, zu unterlassen“ seien. Am 5. April erfolgte die Information, dass alle Verantwortlichen im Verein eine Erklärung des Landesverbandes zu unterzeichnen hatten, wonach sich die Kleingärtnerbewegung der Sache des neuen Staates verpflichtet sehe. Wer nicht unterzeichnen könne, so hieß es, „soll durchaus nicht gezwungen werden, muß sich aber klar darüber sein, daß er somit von seinem Posten zurücktreten muß und sich außerhalb der Landesorganisation stellt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals ab 26. April unterzeichnete der kommissarisch vom „Beauftragten für das Wohnungs-, Siedelungs- und Kleingartenwesen“ eingesetzte Vorsitzende des Kreisverbandes und Mitglied der NSDAP, Hupfer, die Mitteilungen des Kreisverbandes, der damit gleichgeschaltet war, allerdings noch mit der alten Grußformel „mit Verbandsgruß“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens am 3. Mai 1933 ordnete der Kreisverband auch die Gleichschaltung der Gartenvereine an. Besonders Mitgliedschaften in der SPD oder in Gewerkschaften bis ins Jahr 1932 mussten angegeben werden. </p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-5a6c8064 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img decoding="async" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2024/12/Gleichschaltung-861x1024.jpg" alt="" class="uag-image-2232" width="2856" height="3267" title="Gleichschaltung" loading="lazy" role="img" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Anordnung kam auch unser Gartenverein nach: In einer Mitteilung vom 14. Mai 33 heißt es: „die in der gestrigen Hauptversammlung gemäß Anordnung im Mitteilungsblatt Nr. 5/33 (vom 3. Mai 33) unter Leitung des beauftragten Verbandsverwalters, Herrn Dr. Richter hier vorgenommene Gleichschaltung der Vereinsleitung unseres Vereins hatte folgendes Ergebnis:“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Vorsitzenden wurde der Buchhändler Walter Wittig, parteilos und Vorstandsmitglied seit 1922 bestimmt. Die weiteren Ämter verteilten sich wie folgt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>2. Vorsitzender: Heymann, NSDAP und NSBO***, Vorstand seit 1931</li>



<li>1. Schriftführer: Hering, NSDAP, Vorstand sei 1933</li>



<li>2. Schriftführer: Kästner, NSBO, Vorstand seit 1933</li>



<li>1. Kassierer: Siedentopf, NSDAP, Vorstand seit 1929</li>



<li>2. Kassierer: Leistner, NSBO, Vorstand seit 1931</li>



<li>Jugend-Obmann: Pfaff, NSBO, Vorstand seit 1932</li>



<li>Garten-Obmann: Winkler, parteilos, Vorstand seit 1929</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ergebnis der Hauptversammlung hatte nicht lange Bestand: Schon im August 1933 wurde der Vorstand erneut bestimmt, diesmal trat der zweite Schriftführer Kästner nicht noch einmal an. Möglicherweise war der erwähnte Dr. Bruno Richter noch nicht ganz auf Parteilinie gewesen, als er die Wahl geleitet hatte. Später wurde ihm jedenfalls &#8222;staatsfeindliches Verhalten&#8220; vorgeworfen, wogegen er sich laut einem erhalten gebliebenem Brief an die Vereine zu verteidigen suchte:</p>



<div class="wp-block-uagb-image uagb-block-cfb9833e wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-none"><figure class="wp-block-uagb-image__figure"><img decoding="async" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2024/12/Richter-758x1024.jpg" alt="" class="uag-image-2233" width="2530" height="3419" title="Richter" loading="lazy" role="img" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Dezember 1933 wurde schließlich der bisherige Schriftführer Hering kommissarisch als Geschäftsführer des Vereins bis zu einer Neuwahl eingesetzt. Den Fortgang beschreibt unsere Chronik so:</p>



<div class="wp-block-uagb-blockquote uagb-block-bfaa6b20 uagb-blockquote__skin-border uagb-blockquote__stack-img-none"><blockquote class="uagb-blockquote"><div class="uagb-blockquote__content">[Der] damalige Vorsitzende, Kurt Thaßler, [teilte] in der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. März 1934 mit, daß er vom Stadtgruppenführer zum Vereinsführer berufen worden ist. Die Bestätigung durch die Mitglieder erfolgte einstimmig. Herr Thaßler informierte die Versammelten darüber, daß die bisherigen (gewählten!) Vorstandsmitglieder ihre Ämter niedergelegt hatten. Entsprechend der Tagesordnung stimmten die Mitglieder einstimmig einer Satzungsänderung zu. Dabei ging es zum einen darum, daß jedes Mitglied verpflichtet wurde, an angeordneten fachlichen Schulungsabenden und sonstigen Pflichtveranstaltungen teilzunehmen und zum anderen bei mehr als dreimaligem unentschuldigten Fehlen die Mitgliedschaft erlischt. Am 30. März 1935 wurde dem Amtsgericht Leipzig mitgeteilt, daß Kurt Thaßler sein Amt niedergelegt hat. Als neuer Vereinsführer war Herr Willy Siedentopf vom Stadtgruppenführer berufen worden.sdf</div><footer><div class="uagb-blockquote__author-wrap uagb-blockquote__author-at-left"><cite class="uagb-blockquote__author">Eleonore Hennig, Chronik 100 Jahre Kleingärtnerverein &#8222;Goldene Höhe&#8220; e.V., 1898-1998, hrsg. vom KGV Goldene Höhe e.V., Leipzig 1997, 31. </cite></div></footer></blockquote></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Neben und mit diesen organisatorischen Eingriffen wird die Verbreitung nationalsozialistischer Ideologie in jeder weiteren Mitteilung des Kreisverbandes oder unseres Gartenvereins greifbar. Ging es noch Anfang 1933 ausschließlich um kleingärtnerische Fragen, befassten sich die Mitteilungen des Kreisverbandes nun etwa mit der Kontrolle personellen Strukturen, aber auch der inhaltlichen Arbeit. In einer Mitteilung des Kreisverbandes vom 27. Mai 33 heißt es: „Aus ganz besonderen Gründen sind auch die Verzeichnisse der Jugendbüchereien bis [zum 2. Juni 1933] an die Geschäftsstelle einzureichen.“ Hier sollte also überprüft werden, dass keine der Ideologie unliebsame Literatur verbreitet wurde. Ab dem 17. Mai unterzeichnete der Kreisverband auch nicht mehr mit der Formel „mit Verbandsgruß“ oder „mit Schrebergruß“, sondern nutzte den Hitlergruß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie unser Verein an dieser nationalsozialistischen Umgestaltung mitwirkte und sich ihr gemein machte, davon haben sich in den Akten ebenfalls Spuren erhalten. Auf der Anordnung des Kreisverbandes vom 31.Mai 1933, wonach die „Betreuung der Kinder jüdischer Eltern […] nicht gestattet“ sei und, „[s]ofern bereits solche Kinder in die Spiellisten aufgenommen sind, sie zu streichen [sind]“, hat sich die handschriftliche Anmerkung erhalten: „gestrichen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofern unsere Chronik also vermerkt, „[i]m Verein gestaltete sich das Leben wie gewohnt.“, so gilt das in vielfacher Hinsicht nicht. Die Kleingartenvereine wurden frühzeitig vom Nationalsozialismus durchdrungen und beteiligten sich aktiv an der Implementierung dieser Ideologie in ihrer alltäglichen Arbeit. Sie hissten die Hakenkreuzfahne, beteiligten sich an Aufmärschen und schlossen all diejenigen aus, die sich dieser politischen Haltung nicht anschließen wollten oder konnten. Sicher wurde die vorgegebene Teilnahme an den verschiedenen politischen Veranstaltungen oder die erzwungene Gleichschaltung der Vorstände nicht von allen gutgeheißen. Unübersehbar aber war sie in jedem Falle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Ganzen betrachtet ist somit die Kündigung der Mitgliedschaft Paul Emil Wasserstroms 1938 keineswegs ein Einzelfall in einer ansonsten nahezu unpolitischen Zeit des täglichen Gießens und Harkens, sondern lediglich ein Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits 1933 deutlich wurde. Dazu noch einmal unsere Chronik:</p>



<div class="wp-block-uagb-blockquote uagb-block-f489bd24 uagb-blockquote__skin-border uagb-blockquote__stack-img-none"><blockquote class="uagb-blockquote"><div class="uagb-blockquote__content">Entsprechend der im November 1935 vom Reichsgerichtshof in Nürnberg erlassenen Rassengesetze wurde dem Pelzhändler Paul Emil Wasserstrom Anfang 1938 die Mitgliedschaft in unserem Verein gekündigt, im März 1939 mußte er seinen Garten verkaufen. Herr Wasserstrom war Jude. Er war als ruhiger, hilfsbereiter Gartenfreund geachtet, besonders die Kinderfeste hatte er mit großzügigen Geldspenden gefördert. Anfang 1940 verstarb er im KZ Sachsenhausen. 1945 beantragte Frau Wasserstrom die Rückgabe ihres Gartens, der inzwischen anderweitig vergeben war. Nach längeren Verhandlungen wurde ihr der Garten Nr. 118 zugesprochen, den sie 1956 altershalber aufgab.</div><footer><div class="uagb-blockquote__author-wrap uagb-blockquote__author-at-left"><cite class="uagb-blockquote__author">Eleonore Hennig, Chronik 100 Jahre Kleingärtnerverein &#8222;Goldene Höhe&#8220; e.V., 1898-1998, hrsg. vom KGV Goldene Höhe e.V., Leipzig 1997, 31. </cite></div></footer></blockquote></div>



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<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-227ab175 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-above-title uagb-infobox-image-valign-top"><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><path d="M0 256C0 114.6 114.6 0 256 0C397.4 0 512 114.6 512 256C512 397.4 397.4 512 256 512C114.6 512 0 397.4 0 256zM371.8 211.8C382.7 200.9 382.7 183.1 371.8 172.2C360.9 161.3 343.1 161.3 332.2 172.2L224 280.4L179.8 236.2C168.9 225.3 151.1 225.3 140.2 236.2C129.3 247.1 129.3 264.9 140.2 275.8L204.2 339.8C215.1 350.7 232.9 350.7 243.8 339.8L371.8 211.8z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-title-wrap"><h2 class="uagb-ifb-title"><em>Paul Emil Wasserstrom</em></h2></div><div class="uagb-ifb-desc">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Paul Wasserstrom wurde am 12.06.1881 in Berlin geboren. Er war Rauchwarenhändler und gründete im Jahr 1907 eine Rauchwarenhandlung. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Wasserstrom als Frontsoldat. Im Juni 1934 trat er in den Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig, ein. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Wasserstrom 1919 nach Leipzig. Er heiratete im August 1922 Bertha Martha Trausch (geboren 1886). Die Wasserstroms wohnten in der Steffenstraße 32. In der Pogromnacht von 1938 wurde Wasserstrom im Rahmen einer „Sonderaktion“ verhaftet und in das Strafgefängnis Buchenwald verschleppt. Nach einer erneuten Verhaftung im Oktober 1939 verbrachten ihn die Nationalsozialisten am 21.11.1939 in das KZ Sachsenhausen. Vermutlich ist er dort ums Leben gekommen. <br>JJIS, 02/2009, 56</em></p>
</div></div></div>
</div>
</div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em>* Die Akten liegen im Kleingartenverein &#8222;Goldene Höhe&#8220; e.V. vor. Die Sammlung stellt einen Auszug des Schriftverkehrs da; es kann hier nicht genau bestimmt werden, welche Unterlagen fehlen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>** Unsere Vereinschronik liegt für Interessierte im Büro des Vereins vor.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>*** NSBO = Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation (&#8222;Gewerkschaft&#8220; der NSDAP)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Garten sind die Schweine!</title>
		<link>https://kgv-goldene-hoehe.de/im-garten-sind-die-schweine.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tilman Pfuch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jul 2022 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chronik]]></category>
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					<description><![CDATA[Tilman Pfuch bietet mit seinen Recherchen unserer Gartenchronik wundervolle Einblicke in die Vereinsgeschichte. Hier der erste Beitrag über die Geschehnisse in den 80er Jahren.]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Auszüge aus der Sprechstunde des Vorstands (9. Mai 1983 – 11. Juni 1990)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sah der Alltag im Gartenverein vor nun fast vierzig Jahren aus? Unsere Chronik (von Eleonore Hennig) beschreibt die 80er Jahre als eine Zeit des Aufbruchs: Eine eigene Fußballmannschaft wurde gegründet, die Gärten ans Stromnetz angeschlossen, Zäune repariert, die Wege erhielten ihre heutigen Namen und wurden befestigt. Aber wie gestaltete sich das Klein-Klein des Alltags? Den Blickwinkel des damaligen Vorstands beschreiben die Protokolle der „Sprechstunde des Vorstands“. Diese unregelmäßig erhalten gebliebenen Dokumente vermerken die Mühen der Ebene, mit denen sich der Vorstand herumschlagen musste. Im Folgenden werden Auszüge aus diesen Protokollen wiedergegeben. Das dafür verwendete Protokollbuch enthält Einträge für die Jahre 1983 bis 1990. Die Zitate wurden wörtlich übernommen und lediglich gekürzt sowie anonymisiert. Außerdem wurde die Rechtschreibung angepasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Notizen organisatorischer Art, die auch heute noch in einem solchen Protokoll auftauchen könnten, gehört zweifelsohne die vom 8. August 1983: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gartenfreund K erklärt sich bereit, die Gaststätte nach dem Einbau der Fenster zu malen. </p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben zeugen die Vermerke aber auch von Missgeschicken, wie etwa am 10. Oktober 1983: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Frau N. war zwecks Aufnahme als Mitglied zur Mitgliederversammlung erschienen. Es fand keine Mitgliederversammlung statt. Es wurde vergessen, Frau N. zu verständigen. Frau N. wird zur nächsten Mitgliederversammlung eingeladen.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch handfeste Streitigkeiten konnten vorkommen. Davon berichten Vermerke vom 18. Juni 1984: Familie S beschwert sich über Gartenfreund W.: Dieser werfe der Familie vor, sein Anfang Juni verlorenes Sparkassenbuch und Bargeld (1000 DM West) gestohlen zu haben. Außerdem beleidige er fortwährend die Familie, etwa mit den Worten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Im Garten sind die Schweine!</p></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="211" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.26-1024x211.jpeg" alt="Im Garten sind die Schweine!" class="wp-image-967" srcset="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.26-1024x211.jpeg 1024w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.26-300x62.jpeg 300w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.26-768x158.jpeg 768w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.26.jpeg 1129w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ähnlich gelagerter Fall, wenn auch weitaus weniger dramatisch, ereignete sich 1986: Am 11. August wurde</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gartenfreund S. vorgeladen wegen Diebstahls der Sauerkirschen im Nachbargarten. Es gibt einen Zeugen, allerdings lässt sich nicht nachweisen, dass S. einen Eimer voll gestohlen hat. S. wird ernsthaft belehrt.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Streit zog sich offenbar ein ganzes Stück hin, denn für den 13. Oktober hält das Protokoll fest, dass besagter S.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>wegen der Anschuldigungen vom 11. August eine öffentliche Entschuldigung</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">verlangt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss dieses kleinen Einblicks soll noch das Dauerthema der 80er Jahre Erwähnung finden: Die Gartenvergabe. Fast in jeder Sprechstunde war sie Thema. Denn ganz offensichtlich waren die Gärten begehrt. Wie streng der Vorstand dabei vorging, zeigt ein Eintrag vom 11. Mai 1987:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gartenfreund R. spricht vor wegen der Pflege seines Gartens durch einen Bekannten. Bekannter kann Hilfe leisten, kann Mitglied werden mit allen Pflichten (Beitrag und Pflichtstunden), aber hat keinerlei Anspruch auf Übernahme des Gartens. Wartezeit muss eingehalten werden!</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Mitglieder ohne Garten mussten sich also finanziell und mit ihrer Arbeitskraft im Verein beteiligen. Über die Wartezeit gibt ein weiterer Eintrag am selben Tag Auskunft:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ehepaar H. bewirbt sich um Mitgliedschaft. Es wird darauf hingewiesen, dass die Wartezeit ca. 6-7 Jahre beträgt, das Alter des Ehepaares wird besprochen, aber Familie H. soll selbst entscheiden, ob sie bei ihrem Wunsch bleiben will.</p></blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="927" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.25-1024x927.jpeg" alt="Chronik KGV Goldene Höhe: Wartezeit muss eingehalten werden!" class="wp-image-966" srcset="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.25-1024x927.jpeg 1024w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.25-300x272.jpeg 300w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.25-768x695.jpeg 768w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.25.jpeg 1149w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Einträge des hier bearbeiteten Protokollbuchs bis in die 90er Jahre reichen, lässt sich anhand der Gartenvergabe auch der enorme Umbruch, den die Wende mit sich brachte, nachzeichnen. Nachdem zwischen 16. Oktober 1989 und 19. März 1990 keine Sitzung protokolliert wurde, erklären die Einträge vom 19. März, dass zwei Gärten abgegeben werden sollen. Zugleich ist diese Sitzung die erste im Protokollbuch, in der keine neuen Anträge auf Mitgliedschaft gestellt wurden. Die Protokolle der „Sprechstunde des Vorstands“ zeigen damit im Kleinen, welche Bedeutung die Veränderung der politischen Verhältnisse für einen Kleingartenverein haben konnten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1013" height="572" src="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.24.jpeg" alt="Chronik KGV Goldene Höhe: Zur Sprechstunde am 11.06.1990 ist niemand erschienen" class="wp-image-965" srcset="https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.24.jpeg 1013w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.24-300x169.jpeg 300w, https://kgv-goldene-hoehe.de/wp-content/uploads/2022/07/WhatsApp-Image-2022-07-07-at-20.20.24-768x434.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1013px) 100vw, 1013px" /></figure>
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